Herzlich willkommen auf „BirdyBees – Wissen über die Bienen“! Hier möchte ich Ihnen das  Wissen über die Biene und die Imkerei etwas näher bringen. Ich bin selber ein begeisterter Siegelimker. Meine dreissig Bienenvölker pflege ich in einem Bienenhaus mit CH-Kästen und einem Unterstand mit CH-Magazinen. Auf dieser Webseite möchte ich meine Imkererfahrung teilen und die Neugier und Wichtigkeit dieses kleinen Tierchens wecken.

Die Biene ein wichtiges Tier unseres Ökosystems

Bienen Imkerei Honig

Binenenhaus mit Flugbrett und Bienen

Die Biene (Apiformes oder Anthophila) ist wohl eines der wichtigsten Lebewesen auf unserem Planeten. Die Honigbiene ist für rund 80% der Bestäubung der Vegetation verantwortlich und daher das wichtigste Insekt für die Ernährungssicherstellung der Menschheit überhaupt. Das hat mit dem Speiseplan der Honigbienen zu tun. Die Nahrung beziehen sie in der Form von Nektar, welcher praktisch in alle Blüten vorkommt. Bei der Nahrungssuche bestäuben die Bienen dadurch die Blüten der Pflanzen und tragen dabei ungewollt auf den Weiterbestand und Verbreitung der Pflanzen und Bäume bei. Für die Bestäubung der Vegetation sind nebst den Bienen auch noch weitere Tiere wie Insekten und Vögel verantwortlich. Neben den Tieren ist auch der Wind ein Verbreiter der Pollen zuständig, welche auch einigen Menschen in Form von Heuschnupfen zusetzen.

Wir wissen, dass die Bienen die Erde seit 40 bis 50 Millionen Jahren bevölkern. Das Nebenprodukt der Bienen, der Honig, wurde jedoch erst in der Steinzeit als Nahrungsmittel entdeckt. Die ersten Darstellungen von Menschen beim Honig sammeln, stammen aus der Zeit von 12’000 bis 9’000 v.Chr. Anfänglich wurden die Bienen aus ihren Behausungen verjagt und der gesamte Honig entnommen. Dadurch wurde das Volk meistens zerstört. Der Schritt zur Imkerei und „Haustierhaltung“ der Bienen erfolgte ca. in der Zeit um 7’000 v.Chr. Es wurde entdeckt, dass man Bienen mit Rauch besänftigen und so den Honig ernten konnte, ohne den Bienenstock zu zerstören. Das war der Start der heutigen Imkerei.

Bienen stechen

Respekt haben wir vor den emsigen Tierchen, weil sie bei Unbehagen den Stachel ausfahren und zustechen. Wenn man sie jedoch nicht stört oder auf sie steht, sind sie eigentlich recht friedliebend. Bienen stechen grundsätzlich nur zur Verteidigung. Der Bienenstich ist grundsätzlich schmerzhafter als jener der Wespen. Das hat damit zu tun, weil die Bienen beim Stechen die ganze Menge des Giftes injizieren. Das hat mit der Beschaffenheit des Stachels zu tun, welcher in der Haut stecken bleibt. Was den sicheren Tod der Biene gleichkommt. Dabei entleert sich die Giftblase am Ende des steckenden Stachels. Bei den Wespen bleibt der Stachel nicht stecken und dadurch intakt. Deshalb gelangt auch bei einem Wespenstich weniger Gift in den Körper der gestochenen Person.

Ein Bienenvolk, ein hochkomplexer Insektenstaat

Eine Biene durchläuft in ihrem Leben mehrere Stadien ihres Tuns. Sie schlüpft als Ammenbiene und putzt in den ersten Tagen die Wabenzellen. Im nächsten Lebensstadium wird sie zur Baubiene und baut mit den ausgebildeten Wachsdrüsen die Waben. Dann wird die Biene zur Wächterin und verteidigt mit den ausgebildeten Giftdrüsen den Bienenstock. Im letzten Lebensstadium sammeln die Arbeiterbienen Honig für das Überleben des Bienenvolks. Jedoch ist ein Bienenvolk erst mit einer Bienenkönigin und den männlichen Drohnen komplett.

Die Biene der Honigproduzent

Bienen Brutwabe Bienenhonig

Brutwabe mit Bienen

Kommen wir zum Produkt welches wir auf das Brot streichen – dem Honig. Die Bienen produzieren den Honig für die Nahrungsversorgung. Dieser wird im Frühling vom Nektar der Pflanzenblüten oder vom Honigtau hergestellt. Im Sommer holen die Bienen die süsse Ausscheidung der Baumläuse auf den Bäumen. Bevorzugt werden hierfür vor allem die Läuse auf den Fichten. Weniger bedeutend ist die Ernte von den Blättern der Blattachseln. Die Bienen transportieren den Honig in ihrer Honigblase in das Bienenvolk zurück und übergeben diesen den Stockbienen, welche den süssen Stoff verarbeiten und den Waben ablegen. Der Honig ist von guter Qualität, wenn er wenn er einen Wassergehalt von weniger als 18 Prozent aufweist (Vorgabe Richtlinie Siegelimkerei Schweiz).

Ein paar Fakten zu den Bienen

Wussten Sie:

  • In 2 Minuten fliegt eine Biene bis zu einen Kilometer
  • Im Sommer hat sich eine Biene innert 6 Wochen zu Tode geackert
  • Ihrem Leben fliegt eine Biene 8’000 Kilometer (Buchrain – New York) zurücklegt
  • Für 1 Kilo Honig fliegen sie 7-mal um die Erde fliegen und fliegen zirka 2’000’000 Blüten an
  • 1 Kilo Honig das Lebenswerk von 400 Arbeiterinnen darstellt
  • 10 Bienen wiegen 1 Gramm
  • Die Königin legt bis zu 2’000 Eier am Tag
  • Ein Bienenstaat kann 40’000 Bienen und mehr beherbergen
  • Ohne Vermessungsgerät bauen Bienen tausende Wabenzellen in exakt der gleichen Grösse